Einblick in die Arbeit der Integrierten Leitstelle

Disponentinnen und Disponenten der Leitstelle in Ladenburg bei der Arbeit.

„Feuerwehr und Rettungsdienst. Wo genau ist der Notfallort?“ So beginnt fast jede Notrufannahme, berichtet Dirk Kühnberger, Disponent der Integrierten Leitstelle (ILS) Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis gGmbH.

Die zentrale Aufgabe von Dirk Kühnberger und seinen 46 Kolleginnen und Kollegen ist die Entgegennahme von Hilfeersuchen über die europaweite Notrufnummer 112 sowie die anschließende Alarmierung der entsprechenden Rettungsmittel und Hilfsorganisationen. Hierzu zählen unter anderem der Rettungsdienst, die Feuerwehr, Katastrophenschutzeinheiten sowie Krankentransporte.

„Man muss hier oft einen kühlen Kopf bewahren“

Alle Disponentinnen und Disponenten haben Erfahrungen im Bereich des Rettungsdienstes oder der Feuerwehr und sind hierdurch auf neue und unbekannte Situationen bestens vorbereitet. „Die Bandbreite an Aufgaben ist sehr groß, man muss hier oft einen kühlen Kopf bewahren beim Verarbeiten der Informationen und gleichzeitiger Beruhigung und Beratung des Gegenübers“, erklärt Kühnberger. Die Leitstelle ist auch während der Corona-Pandemie mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Sie ist ein wichtiger Baustein der kritischen Infrastruktur der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr insbesondere zur Sicherstellung der Notrufbearbeitung und Disposition der erforderlichen Rettungsmittel der verschiedenen Hilfsorganisationen.

Über 1.300 Rettungsmittel-Einsätze im Zusammenhang mit Covid-19

So wurden seit Beginn des Jahres in der Leitstelle in Ladenburg insgesamt 84.429 Notrufe entgegengenommen (Stand der Zahlen: Stichtag 21.10.2020). Infolgedessen wurden 50.625 Mal Rettungsmittel und bei circa 4.200 Einsätzen die Feuerwehren des Kreises alarmiert. Alleine 1.375 Rettungsmittel-Einsätze erfolgten im Zusammenhang mit Covid-19 – etwa, wenn erkrankte Personen zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. „Zur effektiven und schnellen Koordinierung und Bündelung von Kapazitäten haben wir bereits in einem sehr frühen Stadium der Pandemie an der Uniklinik Heidelberg eine Koordinierungsstelle für Anfragen der Leitstelle und anderer Kliniken eingerichtet“, erläutert Stefanie Heck, Leiterin der Integrierten Leitstelle.

Auch innerhalb der ILS wurden zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes verschiedene organisatorische Maßnahmen ergriffen. So wurden die Dienstgruppen umorganisiert, um ein Aufeinandertreffen und damit eine Durchmischung aller Kolleginnen und Kollegen zu verhindern. In einem Hygienekonzept wurde – neben weiteren Hygienemaßnahmen – ein spezielles Zugangskonzept entwickelt und umgesetzt. Nicht nur diese Maßnahmen, sondern auch das Verhalten der Anrufer haben die tägliche Arbeit in der Leitstelle während der Pandemie verändert: „Viele Menschen hatten Angst, sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus zu infizieren“, sagt Dirk Kühnberger. Häufig sei der Notruf auch aus reiner Verunsicherung getätigt worden. Der Disponent berichtet, dass die Mitarbeitenden der Leitstelle den Anrufern gerade dann oftmals beratend zur Seite stehen und diese an das Gesundheitsamt oder den behandelnden Hausarzt verweisen konnten.

Wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger

In diesem Zusammenhang dankt die Dezernentin für Sicherheit und Ordnung des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis, Doreen Kuss, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Integrierten Leitstelle Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis gGmbH für die Unterstützung und das Verständnis zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen: „Gerade in Zeiten dieser Pandemie leisten sie einen ausgesprochen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger – herzlichen Dank!“

Quelle: Rhein-Neckar-Kreis

Warntag kommenden Donnerstag (10.09.2020)

Am kommenden Donnerstag (10. September 2020) findet der 1. bundesweiter Warntag statt.

An diesem Tag wird unter anderem über das Modulare Warnsystem (MoWaS) gewarnt. Empfangen werden die Meldungen über die Warn-Apps Katwarn und NINA.

Unter folgendem Link wird kurz erklärt, wie so eine Warnmeldung funktioniert:

Noch keine Warn-App auf dem Smartphone?
https://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA_Einstieg.html

Spende der Disponenten der ILS Rhein-Neckar für Nina Langkau

Spende der Disponenten der ILS Rhein-Neckar für Nina Langkau

Durch einen Aufruf von Radio Regenbogen (Link) wurden wir auf eine Aktion aufmerksam welche die Tochter eines Kollegen aus dem FLZ der Polizei Mannheim betraf.

Nina (17) hat infantile Cerebralparese (ICP), Eine Bewegungsstörung, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Sie ist auf einen Rollstuhl angewiesen, die Kommunikation läuft über einen Sprachcomputer. Zusätzlich zu ihrer ICP wurde 2017 ein seltener Gendefekt (GNA01) festgestellt welcher für die Dystonie und die monatelangen Aufenthalte auf der Intensivstation verantwortlich war. Lösung hierfür war ein Tiefenhirnstimulator (THS) welcher 2017 implantiert wurde und ihr wieder ein lebenswertes Leben bescherte.

Ziel des Spendenaufrufs war die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs mit Hub Lift für den schweren Elektrischen Rollstuhl.

Wir starteten innerhalb der Belegschaft der Leitstelle einen Aufruf zur Spende über die Neuro Kinderhilfe Heidelberg (Link) mit dem Betreff „Nina Langkau“.

So kam es zu einer beachtlichen Summe von 1200 €.

In einer kleinen Abordnung besuchten wir die Familie Langkau und konnten sehen wofür unsere Spende gut ist. Es ist uns eine Freude gewesen eine so lebensfrohe junge Frau zu treffen trotz ihres Schicksals.

Euronotruf 112

Euronotruf 112

Heute am 11.2. ist Europäischer Tag des Notrufs!
Unter der einheitlichen und kostenlosen Notrufnummer 112 erhalten Sie in allen Ländern der Europäischen Union im Ernstfall schnellstmöglich Hilfe. Seit Ende 2008 erreicht jeder Hilfesuchende über diese Nummer eine Leitstelle, die je nach Notlage Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei verständigt.
In Deutschland erreichen Sie zusätzlich die Polizei unter der Notrufnummer 110 und den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.